100 Frankfurter Köpfe
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100 Fragen - viele Antworten
Ute Schwens - Frankfurter Köpfe

Ute Schwens

In Frankfurt werden Vorbehalte gegen Offenbach mit Sorgfalt gepflegt. Menschen, die in Offenbach geboren wurden, haben es daher nicht immer leicht in Frankfurt Karriere zu machen. Ute Schwens, Mitglied der Deutschen UNESCO-Kommission, hat es geschafft. Seit 1999 leitet sie den Frankfurter Standort der Deutschen Nationalbibliothek, die zentrale Archivbibliothek und nationalbibliografisches Zentrum der Bundesrepublik Deutschland ist. In Frankfurt werden nicht nur alle in Deutschland publizierten Werke gesammelt, hier ist auch das Deutsche Exilarchiv 1933-1945 angesiedelt.

Ihr erster Eindruck von Frankfurt damals?

Die Besuche im Zoo haben mich als Kind besonders beeindruckt. Die vielen exotischen Tiere und die Person Bernhard Grzimek fand ich ungeheuer aufregend.

Wie würden Sie Frankfurt heute beschreiben?

Weltoffen, multikulturell, freundlich, seriös, nicht abgehoben, realistisch, modern und lebendig, direkt und offen.

Was ist Ihr Lieblingsplatz in Frankfurt?

Abends am Museumsufer, der Blick auf die illuminierte Skyline. Zwischen dem Wirtschaftsleben in den Hochhäusern und der Kultur in den Museen, umgeben von Verkehrsmitteln jeder Art (Flugzeuge, Schiffe, Straßenbahnen, Autos, Fahrrädern, Rikschas) und Flaneuren und Sportlern am Fluss wird das pulsierende Leben der Stadt fühlbar.

Welches Lokal/Restaurant besuchen Sie am liebsten?

Apfelweinlokale in Bornheim und Seckbach, „Die Linse“, aber auch „Meyer’s“ auf der Fressgass’.

Wo möchten Sie in Frankfurt wohnen?

Am Huthpark.

Welche Leistungen Frankfurts bewundern Sie am meisten?

Sich das Flair zu erhalten, in Deutschland eine besondere Stadt zu sein. Frankfurt ist eine nach Einwohnerzahlen kleine Großstadt, die mit ihrem Finanzdistrikt an die Metropolen der Welt Anschluss hält und zugleich in ihrer Stadtteilkultur bewohnbar bleibt.

Welche Frankfurter Persönlichkeit bewundern Sie am meisten?

Maria Sibylla Merian.

Wo waren Sie noch nie in Frankfurt? Wo möchten Sie unbedingt in Frankfurt einmal hingehen?

Natürlich war ich an vielen Stellen noch nicht. Sicher gibt es darunter eine Reihe von Orten, die ich gerne besuchen würde, wüsste ich nur von ihnen.

Welchen Frankfurter würden Sie gerne einmal treffen und kennen lernen?

Bernhard Grzimek, Ernst May, Matthias Beltz, Franz Adickes. Leider leben alle nicht mehr.

Ihre Lieblingsbeschäftigung in Frankfurt?

Wenn Zeit ist: einfach mal durch bestimmte Viertel zu streifen, irgendwo einen Kaffee oder Wein zu trinken, plaudern, Leute beobachten.