100 Frankfurter Köpfe
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100 Fragen - viele Antworten
Sebastian Kuse - Frankfurter Köpfe

Sebastian Kuse

Wenn man so will, kann man mit Fug und Recht behaupten, dass ich schon von Kindestagen an dazu prädestiniert war, von allem, was in irgendeiner Weise mit Kunst zu tun hatte, nicht die Finger lassen zu können. So wuchs ich im idyllischen Stralsund unter den Fittichen meines Vaters auf, eines leidenschaftlichen Malers und Fotografen, und meiner Mutter, die mich mit Werten wie Zielstrebigkeit und Toleranz zu einem weltoffenen und aufmerksamen Mitglied der Künstlerwelt formte.

So gerüstet machte ich mich im zarten Alter von fünfzehn Jahren nach der Schule auf nach Köln, geprägt von den Bildern und Fotografiekursen meines Vaters, jetzt auf der Suche nach meinen ganz eigenen Herausforderungen. Um mich in den Dingen der Kunst weiterzubilden, auszuprobieren und zu beweisen, spielte ich Gitarre in einer Band, sang und widmete mich der Fotografie. In Köln traf ich auch auf meinen Mentor Stefan K., der mich in die Digitale Welt der Bildbearbeitung einführte und mein Fotografietalent mit wichtigen Techniken fütterte: So beherrschte ich bald das Entwickeln von Fotos, die Porträtfotografie, die Produktfotografie und die Pressefotografie. Um meine Kenntnisse in der Bildbearbeitung zu vertiefen und zu verfestigen, kehrte ich schließlich wieder in die Heimat zurück und absolvierte dort eine Ausbildung zum Mediengestalter. Da das allein nicht Kunst genug für mich war, organisierte ich parallel sehr erfolgreich das „Scrubstock-Festival“, ein Event für junge, unentdeckte Musiktalente und Amateurmusiker. Diese Arbeit bereicherte mich um eine nicht geringe Portion an künstlerischen und organisatorischen Erfahrungen, nicht zuletzt auch durch den Kontakt zu vielen interessanten Menschen, die mein künstlerisches Engagement sehr schätzten.

Wie vielleicht nicht anders zu erwarten, zog es mich bald in die deutsche Metropole der Künste, der Stile und der Weltoffenheit, nach Berlin. Ab dem Jahr 2000 bildete ich mich dort weiter im Webdesign, Multimediadesign und in der 2D/3D Animationen und schliff an meinen Kenntnissen in der Bildbearbeitung, ohne jedoch das Auge für immer neue Ideen und Möglichkeiten zu verlieren. So wuchs auch ständig das Verlangen, professionell eigene Bilder zu machen.

Nach vier Jahren ließ ich mich in Mannheim nieder, einer bunten Stadt voller neuer Anreize. Dort arbeitete ich als Mediengestalter und investierte viel Zeit in das Marketing- und Kunstprojekt „Mr. Quiknik“, welches mit großer und begeisterter Resonanz honoriert wurde.

Im Jahre 2011 entschloss ich mich dann, meinen Wohnsitz nach Frankfurt am Main zu verlegen.

Und hier bin ich nun und wirke!

Ihr erster Eindruck von Frankfurt damals?

Der mediale Eindruck vor meinem ersten Besuch in Frankfurt war sehr negativ geprägt. Das übliche eben, Kriminalität, Drogen usw.

Wie würden Sie Frankfurt heute beschreiben?

Ich habe mich schon ein wenig Frankfurt verliebt. Mir gefällt der Bruch zwischen alt und neu. Als gebürtiger Fischkopf bin ich froh etwas Wasser in meiner Nähe zu wissen. Frankfurt ist grau aber auch grün. Frankfurt ist bunt. Das gefällt mir.

Was ist Ihr Lieblingsplatz in Frankfurt?

Mein Lieblingsplatz ist eindeutig der Main. Kurz nach einem Regen mit ein wenig Wind den Main zu riechen. Was gibts schöneres?

Welches Lokal/Restaurant besuchen Sie am liebsten?

Da gibt es keine klaren Favoriten. Je nach Laune. Aber eben das ist auch das schöne. Egal worauf ich Lust habe, ich finde es in Frankfurt und muss keine halbe Weltreise hinlegen.

Die obere Berger Straße geällt mir ganz gut. Rustikal!

Wo möchten Sie in Frankfurt wohnen?

Bornheim und Nordend gefallen mir sehr.

Welche Leistungen Frankfurts bewundern Sie am meisten?

Eindeutig die Beschaffenheit der Stadt. Der Kontrast zwischen grauen Wolkenkratzern und grünen Oasen.

Welche Frankfurter Persönlichkeit bewundern Sie am meisten?

Keine. Ich bewundere keine Menschen. Ich schätze Menschen die etwas besonderes leisten und davon gibt es genug in Frankfurt. Die Persönlichkeit des kleinen Mannes schätze ich mehr als die Persönlichkeit einer Persönlichkeit.

Wo waren Sie noch nie in Frankfurt? Wo möchten Sie unbedingt in Frankfurt einmal hingehen?

Oh es gibt sicher viele Plätze die ich noch nicht gesehen habe. Ein "must see" habe ich nicht. Ich lasse mich überraschen was da noch so alles kommt.

Welchen Frankfurter würden Sie gerne einmal treffen und kennen lernen?

Wieder eine Frage die ich nicht ohne weitere Worte beantworten kann. Es gibt sicher hunderte Frankfurter die interessant sind und mit denen ich mich gern mal unterhalten möchte. Allerdings sind das ganz normale Menschen.

Ihre Lieblingsbeschäftigung in Frankfurt?

Definitiv das Fotografieren. Ich arbeite täglich an meinem Projekt "Mainhattan Ballerinas".