100 Frankfurter Köpfe
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100 Fragen - viele Antworten
Ralf-Markus Rhiel - Frankfurter Köpfe

Ralf-Markus Rhiel

Geboren inmitten der sechziger und aufgewachsen im anarchistischen Marburg an der Lahn in Oberhessen. 1988-1990 zog ich das erste Mal wegen beruflicher Neuorientierung, 1998 das zweite Mal um mich aus einer verhängnisvollen Beziehung zu lösen und schlussendlich 2001 aus Leidenschaft zur Mainmetropole das dritte Mal nach Frankfurt. Inzwischen habe ich viele Städte dieser Welt kennengelernt, dennoch ist und bleibt "mein" Frankfurt meine Wahlheimat.

Ihr erster Eindruck von Frankfurt damals?

Beängstigend, gefährlich, arrogant, laut, schmutzig, anonym. Ich kam vom Land und bei aller Abenteuerlust bekam ich mit Anfang zwanzig plötzlich zu spüren was "Wurzeln" bedeuten können.

Wie würden Sie Frankfurt heute beschreiben?

Frankfurt ist eine herrliche Weltstadt. Herrlich klein, herrlich international, herrlich gemischt. Hier gibt es alt und jung, arm und reich, Deutsche und jede Menge Nicht-Deutsche, viele Menschen kommen und gehen jeden Tag und niemals hier leben möchten. Andere möchten niemals woanders leben, so wie ich.

Eine Metropole mit Bedeutung.

Was ist Ihr Lieblingsplatz in Frankfurt?

Die Hauptwache. Ein Symbol für Frankfurt. Alt und neu nebeneinander, immer wieder neu gestaltet, mittendrin und stets mit viel Leben.

Welches Lokal/Restaurant besuchen Sie am liebsten?

Ich bin kein großer Lokal- und Restaurantbesucher. Bei aller Begeisterung für's Lebendige bevorzuge ich zum Verweilen oder Essen ruhige Lokale, die nicht "in" sind. Im Winter gehe ich gerne Sonntag Nachmittag ins Switchboard. Im Sommer zieht es mich in die vielen Gartenlokale der Stadt.

Wo möchten Sie in Frankfurt wohnen?

Viel eher könnte ich sagen wo ich nicht wohnen möchte. Da wo es laut, teuer und "mainstream" ist. Ich bin ein Fan der Randbezirke nach zwei Mal Nied habe ich mich zuletzt 10 Jahre lang in Nieder-Eschbach sehr wohl gefühlt. Jetzt hat es mich wieder in den Westen nach Unterliederbach gezogen wo ich mich auch wohl fühle.

Welche Leistungen Frankfurts bewundern Sie am meisten?

Die, die hier schon so vielfach genannt wurden. Den Wiederaufbau nach dem zweiten Weltkrieg, die Wandlung zur Metropole und die stetige Weiterentwicklung.

Welche Frankfurter Persönlichkeit bewundern Sie am meisten?

Alle die aus Überzeugung auch gegen Widerstände für Werte einstehen.

Menschen die leidenschaftlich Ehrenämter ausfüllen.

Wo waren Sie noch nie in Frankfurt? Wo möchten Sie unbedingt in Frankfurt einmal hingehen?

Es gibt leider noch so viele Orte auf meiner Wunschliste, denn auch mein Alltag fordert seinen Tribut und lässt mir wenig Zeit um interessante Orte aufzusuchen.

Welchen Frankfurter würden Sie gerne einmal treffen und kennen lernen?

Ich würde gerne mit Michel Friedman streiten

Ihre Lieblingsbeschäftigung in Frankfurt?

laufen, leben und erleben!