100 Frankfurter Köpfe
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100 Fragen - viele Antworten
Katja Siberg - Frankfurter Köpfe

Katja Siberg

Kunst, nicht künstlich.
Portrait über Katja Siberg

(...) Heimat und Fernweh
Die gebürtige Frankfurterin Katja Siberg war viel unterwegs bevor sie 2001 in ihre Heimatstadt zurückkehrte. Grundschule in München, Abitur als Landesbeste im Bereich Kunst in Heidelberg, während des Studiums auch mal Lufthansapurserette und Black-Jack-Croupiére im Casino Wiesbaden. Zum Ende des Studiums machte sie für über zwei Jahre Station in New York City.

Über ihr Leben in Frankfurt sagt sie: „Ich fühle mich nach den Lehr- und Wanderjahren mittlerweile beinahe erwachsen und bin froh, endlich in einem kreativen, selbständigen Leben mit festem Boden unter den Füßen, bei tollen Projekten und echten Freunden angekommen zu sein. Ich kann und möchte an vielen Plätzen auf der Welt arbeiten, auch leben, aber in Frankfurt bin ich geboren und ich werde immer wieder in meine Heimatstadt zurückkehren, in eine der vielseitigsten weil multikulturellsten Städte Deutschlands.”.

Nach ausgezeichnetem Abschluss ihres Kommunikationsdesign- und Kunststudiums gewann sie einige nationale und internationale Designpreise. Als Frau mit Blick für das Besondere hat sie die Bodenhaftung und den natürlichen Rhythmus des Lebens nicht aus den Augen verloren und sich trotz ihres frühen Erfolges eine sehr natürliche Ader bewart. Katja Siberg erlebt man als die Offenheit und Herzlichkeit in Person. Heute arbeitet sie als Designerin und Künstlerin in Frankfurt. Als Interiordesigner gestaltete sie verschiedene Locations in Frankfurt, München, Hamburg und Berlin. EinzigArtig sind die so genannten „Artlights“, illuminierte Stahlkästen mit handgemalten Motiven die an die Pop-Art eines Lichtenstein oder Andy Warhol erinnern und doch ganz eigen sind, besonders irgendwie, wie die Frau. Sie arbeitet mit Leidenschaft und Erfahrung und kommt so zu Ergebnissen und einer eigener Farben- und Formenwelt, hinter der sie mit ihrer ganzen Person steht. (hen 2010)

Ihr erster Eindruck von Frankfurt damals?

Der allererste Eindruck war wohl der Blick aus dem Kreißsaal in der Königswarterstraße direkt aufs Affenhaus des Frankfurter Zoo an einem verschneiten Januartag.

Wie würden Sie Frankfurt heute beschreiben?

Eine der vielseitigsten weil multikulturellsten Städte Deutschlands. Frankfurt drängt ihre Schätze nicht jedem auf, besitzt geheime Orte die nur wenige kennen und ist voller interessanter Begegnungen.

Was ist Ihr Lieblingsplatz in Frankfurt?

Da gibt es Viele, ein paar kann ich nennen, andere sind eben Lieblingsplätze weil man dort ganz alleine sein kann ;).
Der Nizzagarten, Goetheturm, Alte Oper, Goethestrasse + Jazzkeller, der Osthafen, das Schauspiel, der Dom, die Leonardskirche, die Kleinmarkthalle, der Hessische Hof mit der Jimmys Bar, Da Cimino, Surf & Turf, die Westbar, Il Cavallino, die Isoletta, der Ivory Club, die Inder im Bahnhofsviertel, die Thairestaurants in Bockenheim, die Pik Dame, das Schweitzers und Lobster in Sachsenhausen.

Welches Lokal/Restaurant besuchen Sie am liebsten?

Goldmans, Salvatore, Goethesruh, Kanonensteppel, Lobster, Da Cimino, Surf&Turf ...

Wo möchten Sie in Frankfurt wohnen?

Direkt am Main, mitten in der Stadt mit Blick aufs Wasser. Happy me.

Welche Leistungen Frankfurts bewundern Sie am meisten?

Ich ziehe den Hut vor den Menschen in Frankfurt am Main, ein Mix aus zum Teil wirklich kreativen Machern mit unterschiedlichem kulturellen Background, mit differenzierten Lebensstilen in zum Teil auch sehr unterschiedlichen Wohnmilieus.

Es ist eine Leistung, dass Frankfurt den Mutterboden für ein friedliches Neben- und Miteinanderleben bietet, ohne viel TamTam daraus zu machen. Ich finde die Städte- und Grünanlagenbauliche Entwicklung Frankfurts der letzten 10 Jahre gut und zum Teil feinfühlig.

Welche Frankfurter Persönlichkeit bewundern Sie am meisten?

Hier gibt es einige Menschen die etwas bewegen, manche erscheinen mir sogar mir in gewisser Hinsicht vorbildlich. Johann Wolfgang von Goethe ist zwar tot, aber ich bewundere sein Talent. Worte und Gedanken die auch heute noch aktuell, wahr, schön und gut sind.

Wo waren Sie noch nie in Frankfurt? Wo möchten Sie unbedingt in Frankfurt einmal hingehen?

In die Keller verschiedener Museen würde ich gerne einmal, mit Taschenlampe und viel Zeit. Aber Mainhattan ist eine Schatzkiste, es gibt immer Neues zu entdecken. “Sie öffnet sich nur Wenigen, Wertvollen und diesen auch nie zur Gänze. Justitia ist hier selten ohne Weitsicht und zu Krönungen floss immer Wein auf Kosten des neuen Kaisers aus dem Brunnen."

Welchen Frankfurter würden Sie gerne einmal treffen und kennen lernen?

Es gibt sehr interessante Frankfurter die ich bereits kenne, aber gerne noch besser kennenlernen würde. Man trifft sich aber doch sowieso immer irgendwann, irgendwo in FFM.

Ihre Lieblingsbeschäftigung in Frankfurt?

Leben. Aufs Wasser schauen und sich über die tanzenden Lichter freuen. Am liebsten bei Vollmond, wenn er sich spiegelt im Main, Moonriver.