100 Frankfurter Köpfe
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100 Fragen - viele Antworten
Jochen Ditschler - Frankfurter Köpfe

Jochen Ditschler

Der gebürtige Wetterauer und Master of Public Administation ist seit über 25 Jahren Mitarbeiter der Stadt Frankfurt am Main und leitet derzeit das Servicecenter der Behördennummer 115. Fast ebenso lange arbeitet er nebenberuflich als freier Mitarbeiter des Groove-Magazins und als DJ für kontemporäre elektronische Tanzmusik an den Schnittstellen zwischen Techno und House.

Ihr erster Eindruck von Frankfurt damals?

Uiuiui, ist das alles laut und groß hier. Da fühle ich mich doch bei mir daheim als „überzeugtes Landei“ viel wohler.

Wie würden Sie Frankfurt heute beschreiben?

Frankfurt ist einfach eine Wundertüte mit gaaaaaanz viel drin: Bankenmetropole und Bembelseligkeit, das große Business und Fachwerkcharme, Flughafen, Messe, Handkäs´ und natürlich die Grie Soß´. Frankfurt wird deshalb oft als die Stadt der Gegensätze beschrieben, aber richtig glücklich wird man hier vor allem, wenn man diese Facetten als Ganzes und nicht als Widerspruch begreift.

Was ist Ihr Lieblingsplatz in Frankfurt?

An einem kalten klaren Winterabend auf der Plattform des Domturms in 66 Metern Höhe stehen, den Weihnachtsmarkt und das alte Frankfurt im Vordergrund bewundern und die Skyline funkelt dahinter um die Wette mit.

Welches Lokal/Restaurant besuchen Sie am liebsten?

Zum Einhorn in Frankfurt-Bonames.

Wo möchten Sie in Frankfurt wohnen?

Im Hilgenfeld am Frankfurter Berg mit ungetrübtem Blick auf Altkönig und Großen Feldberg.

Welche Leistungen Frankfurts bewundern Sie am meisten?

Ohne Frankfurts Stiftungen gäbe es weder das reiche Bildungs- und Kulturangebot noch das Goethedenkmal und selbst der Eiserne Steg wäre nur ein schöner Plan geblieben. Insofern ist die langjährige Tradition des Bürgerengagements für mich die bewundernswerteste Eigenschaft der Frankfurter.

Welche Frankfurter Persönlichkeit bewundern Sie am meisten?

Birgit Prinz, Frankfurts wahrscheinlich größter Fußballstar aller Zeiten, die trotzdem oder gerade deswegen nie „Celebrity“ sein wollte. Mehr Sein als Schein!

Wo waren Sie noch nie in Frankfurt? Wo möchten Sie unbedingt in Frankfurt einmal hingehen?

Ich glaube, nach Oberrad hat mich mein Fahrrad noch nie geführt. Und in die Leonhardskirche, die leider immer noch restauriert wird.

Welchen Frankfurter würden Sie gerne einmal treffen und kennen lernen?

Simon Moritz von Bethmann (1768-1826), der das Kunststück schaffte, gleichzeitig und sehr erfolgreich Bankier, Politiker, Kunstmäzen, Wissenschaftsförderer und Schulreformer zu sein. Mit ihm mal gemeinsam bei einigen Tassen Kaffee und frischen „Bethmännchen“ zu quatschen über Ariadne, Napoleon, Goethe und den Zaren wäre einfach grandios, wenn auch ohne Zeitmaschine leider nicht machbar.

Ihre Lieblingsbeschäftigung in Frankfurt?

Mit viel Muße und meiner Kamera an einem schönen Herbsttag ganz entspannt durch die Stadt radeln und dann abends im Dachgeschoss ein paar Platten für mich, meine Frau und meine Freunde auflegen.