100 Frankfurter Köpfe
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100 Fragen - viele Antworten
Ferdinand-Maximilian Schluessler - Frankfurter Köpfe

Ferdinand-Maximilian Schluessler

Maximilian konnte sich erst nicht so richtig entscheiden, ob Er lieber Jurist oder rasender Reporter werden wollte. Daher begann er gleichzeitig ein Studium der Rechtswissenschaften, sowie ein Studium der Kulturanthropologie /europ. Ethnologie mit den Nebeninteressen Musik und Kunstgeschichte in Frankfurt.
An den Wochenenden und in den Semesterferien wurde der zweiten Leidenschaft gefrönt: die große weite Welt dem reisenden Hektiker untertan gemacht.
Eine breite Basis also, die ein Ziel verfolgte - dem Frankfurter Klatsch und Tratsch auf die Schliche zu kommen. Während des Studiums dazu erste Erfahrung in Lokalredaktionen von Tageszeitungen gesammelt – dazu eine Hospitanz bei 3Sat Kulturzeit. Doch noch war nicht alles im Bereich Öffentlichkeitsarbeit entdeckt: Die Großstadt Frankfurt lockte und dort speziell die PR. Die Mitarbeit in einer Unternehmens- und Personalberatung für Kommunikationsberufe öffnete neue Horizonte.
Wie das Leben so spielt, traf er eines Abends bei einem Dinner Gabriele Eick. Unter Ihrem Regiment lernt Maximilian nun die hohe Kunst des Umgangs mit dem Protokoll der nicht ganz einfachen Frankfurter Gesellschaft.

Als Ausgleich neben der Arbeit wird viel gelesen, Musik gehört, wenn nicht ohnehin selbst am Klavier gemacht. Theater, Oper und Ausstellungen stehen ganz oben an, so gibt es wohl kaum eine Vernissage, auf der das Gesicht von Max Schluessler nicht zu sehen ist.

Wenn die Zeit da ist, steht Reisen obenan. Dass selbst Sport regelmäßig noch einen Platz in seinem Leben findet wundert Ihn manchmal selbst.

Nach Einbruch der Dunkelheit und an den Wochenenden ist Entspannung pur angesagt: Am liebsten bei einem schönen Glas Rotwein und einem geselligen Abend mit Freunden.

Ihr erster Eindruck von Frankfurt damals?

Ich bin in Gelnhausen zur Schule gegangen, Frankfurt war immer "die Großstadt", und wir alle fanden Frankfurt unglaublich hässlich, kannten aber auch nur Zeil und Hessencenter. Vielleicht lag das an den Müttern, die nie in die Innenstadt fahren wollten, aus Angst vor dem Verkehr.

Wie würden Sie Frankfurt heute beschreiben?

Frankfurt ist u.a. "meine Stadt". Ich kenne sehr viele Menschen, bin in einigen Organisationen ehrenamtlich aktiv und schätze die Stadt als spannenden und internationalen Ort. Nur vermisse ich oft die Grandezza oder Eleganz, die in anderen Städten mit Leichtigkeit gelebt, hier oft nur inszeniert wird.

Was ist Ihr Lieblingsplatz in Frankfurt?

Die Terasse des Foyer im Dritten Rang in der Oper Frankfurt am Willy-Brandt Platz. Der Blick fasziniert mich seit ich dort vor vielen Jahren zum ersten Mal stand.

Welches Lokal/Restaurant besuchen Sie am liebsten?

Das Knoblauch im Westend, allerdings bin ich auch ein großer Freund der Sachsenhäuser Apfelweinlokale.

Wo möchten Sie in Frankfurt wohnen?

Früher fand ich das Westend unglaublich langweilig, mittlerweile ist es aber deutlich zur präferierten Wohngegend avanciert.

Welche Leistungen Frankfurts bewundern Sie am meisten?

Es gehört zu den Glanzleistungen der Stadt, sich trotz so geringer Einwohnerzahl eine derart große Vielfalt und hohe Qualität von Kultur und Kunstförderung zu generieren. Das vielbeschworene Umland hat spätestens ab Darmstadt und in Wiesbaden schon wieder ein ganz eigenes kulturelles Leben.

Welche Frankfurter Persönlichkeit bewundern Sie am meisten?

Wo fängt man da an, wo hört man auf? Frankfurt lebt von seinen Mäzenen und Förderern - neben den Galionsfiguren gibt es aber unzählige, die im Hintergrund auftreten.

Wo waren Sie noch nie in Frankfurt? Wo möchten Sie unbedingt in Frankfurt einmal hingehen?

Ich möchte gerne einmal die Messe nach altem Ritus in St. Leonhard besuchen.

Welchen Frankfurter würden Sie gerne einmal treffen und kennen lernen?

Begegnungen plane ich nicht.

Ihre Lieblingsbeschäftigung in Frankfurt?

mein regelmäßiges Schwimmtraining im alten Stadtbad Mitte, dem heutigen Pool des Hilton Hotels. Nach einer guten Stunde im Wasser mit anschliessendem Saunagang, liege ich oft Abends mit einem Buch auf einer Liege, schaue in den Anlagenring und auf die Alte Oper. Das ist Entspannung pur!