100 Frankfurter Köpfe
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Elsemarie Maletzke - Frankfurter Köpfe

Elsemarie Maletzke

Elsemarie Maletzke, eine Reisende. Sie kam aus der 68er-Bewegung, schrieb für Pardon und Titanic. Neue Frankfurter Schule und Weiberrat gehören zu ihrem Leben – und Irland, ihre große Liebe. Dort arbeitete sie als Deutschlehrerin. Sie beschrieb das Land und seine Menschen seit Mitte der 80er Jahre wie keine Zweite. Mit Elsenarie Maletzkes Büchern lernt man die Welt kennen. Sie lebt als Autorin in Frankfurt.

Ihr erster Eindruck von Frankfurt damals?

Ich dachte, der Taxifahrer am Bahnhof müsste wissen, wo die Pardon-Redaktion ist, die ich 1968 für den Nabel von Frankfurt hielt – und das war sie dann auch ein paar Jahre lang. Die Gründerzeithäuser waren eindrucksvoll, die Altbauwohnungen, die Kiesgrube. Die linke Szene. Frankfurter Pragmatismus und Knotterigkeit.

Wie würden Sie Frankfurt heute beschreiben?

Es wird zuviel auf einmal und überall gebaut, aber das Mainufer ist ganz hübsch geworden, und die Hochhäuser machen auch was her.

Was ist Ihr Lieblingsplatz in Frankfurt?

Das Brentanobad im Sommer morgens um neun.

Welches Lokal/Restaurant besuchen Sie am liebsten?

Das Café im Liebighaus, die Lohrbergschänke, das Horizont an der Friedberger Landstrasse.

Wo möchten Sie in Frankfurt wohnen?

Dort, wo ich seit 30 Jahren wohne, im Nordend.

Welche Leistungen Frankfurts bewundern Sie am meisten?

Die Frankfurter Vorgartenordnung – falls sie denn eingehalten wird.

Welche Frankfurter Persönlichkeit bewundern Sie am meisten?

Die historischen: Goethe und Robert Gernhardt.

Wo waren Sie noch nie in Frankfurt? Wo möchten Sie unbedingt in Frankfurt einmal hingehen?

Ich möchte gerne einmal mit einer dieser alten Propellermaschinen, die aussehen, als seien sie aus Wellblech zusammengelötet, über Frankfurt fliegen.

Welchen Frankfurter würden Sie gerne einmal treffen und kennen lernen?

Sean Connery – der ist doch Frankfurter, oder?

Ihre Lieblingsbeschäftigung in Frankfurt?

Ich finde Frankfurt zum Arbeiten ideal. Meine Freunde sind hier, mein Verlag, und zur Buchmesse kann ich mit dem 32er Bus nach Hause fahren und muss bei niemandem auf der Matratze schlafen.