100 Frankfurter Köpfe
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Christian Giesen - Frankfurter Köpfe

Christian Giesen

Geboren 1967 in Wesel am Niederrhein, zog die Familie Anfang der 1970er Jahre nach Idstein im Taunus. Nach dem Studium der Kommunikationswissenschaft landete Christian Giesen in der Finanzbranche. Seit Anfang 2007 ist er Pressesprecher der internationalen Agentur Fitch Ratings, die an der Taunusanlage sitzt. Privat spielt der Sprecher am liebsten Tennis bei den Herren 40 in der zweithöchsten deutschen Liga für den TC Oberursel.

Ihr erster Eindruck von Frankfurt damals?

Als kleiner Junge war die Stadt für mich eine echte Großstadt und so etwas wie das Tor zur weiten Welt. Als Kind und Jugendlicher war ich nicht oft in Frankfurt, obwohl ich nur ca. 40 km entfernt im Untertaunus lebte. Damals war jeder Besuch der Stadt etwas besonderes, obwohl er nicht immer nur mit positiven Gefühlen gegenüber der Stadt besetzt war.

Wie würden Sie Frankfurt heute beschreiben?

Frankfurt ist eine pulsierende Stadt und das unbestrittene Finanzzentrum in Deutschland. In seiner Wertigkeit beim Thema Finanzen sehe ich die Mainmetropole auf gleicher Stufe mit London. Ansonsten finde ich, dass man eine sehr gute Balance aus Arbeit und Freizeitgestaltung in der Stadt und im Umland erleben kann. In ihren großen Entwicklungszügen ist die Stadt für mich auf einem richtigen und zukunftsweisenden Weg.

Was ist Ihr Lieblingsplatz in Frankfurt?

Am Boden sind für mich alle Frankfurter Teile des Mainufers sehr attraktiv. All die Feste, die hier schon stattgefunden haben – wie z.B. die WM-Fanmeile – aber auch das Museumsuferfest und andere Veranstaltungen, lohnen immer einen Besuch. Wenn man Frankfurt von oben betrachten will, mag ich die öffentliche Aussichtsplattform auf dem Maintower (Turm der Hessischen Landesbank). Von dort hat man bei gutem Wetter einen fantastischen Blick über die Stadt bis in den Taunus hinein. Auch die Bar dort oben, lädt zum besuchen ein.

Welches Lokal/Restaurant besuchen Sie am liebsten?

Hier habe ich keine klaren Favoriten. Bei schönem Wetter im Sommer mag ich die „Stadtstrände“ wie den auf dem Parkhaus Börse sehr gerne. Bin auch gelegentlich in urigen Äppelwoikneipen anzutreffen wie bei der „Mutter Ernst“. Das gehört alles zu Frankfurt und macht Vielfalt und Charme der Stadt aus.

Wo möchten Sie in Frankfurt wohnen?

Aktuell wohne ich nicht in der Stadt. Wenn ich es mir aussuchen könnte, dann wäre die Nähe zum Mainufer oder die Nähe zu einem der schönen großen Parks wie dem Grüneburg- oder dem Bethmannpark schön.

Welche Leistungen Frankfurts bewundern Sie am meisten?

Die Wandlung der Stadt von einer vergleichsweise grauen und hässlichen Stadt in den 1960er und -70er Jahren hin zu einer der deutschen Metropole. Sie hat ein klares und unvergleichliches Stadtbild in Deutschland durch ihre Wolkenkratzer. Dennoch haben auch historische Gebäude wir zum Beispiel Römer, Alte Oper oder Dom ihren festen Platz. Diese Mischung ist für mich immer noch faszinierend.

Welche Frankfurter Persönlichkeit bewundern Sie am meisten?

Historisch gesehen ist es sicher der Mann, der der Johann Wolfgang von Goethe-Universität seinen Namen gegeben hat. Von den Menschen aus den letzten 100 Jahre, begeistert mich besonders der Soziologe Theodor W. Adorno

Wo waren Sie noch nie in Frankfurt? Wo möchten Sie unbedingt in Frankfurt einmal hingehen?

Seit das frühere Waldstadion umgebaut wurde, war ich noch nie bei einem Spiel von Eintracht Frankfurt in der Commerzbank-Arena. Da möchte ich unbedingt mal hin, gerade in dieser Saison, in der die Mannschaft tollen Fußball spielt.

Welchen Frankfurter würden Sie gerne einmal treffen und kennen lernen?

Ehrlich gesagt sind es mehr die historischen und bereits verstorbenen Persönlichkeiten der Stadt, die ich gerne getroffen hätte.

Ihre Lieblingsbeschäftigung in Frankfurt?

Bei schönem Wetter in der Mittagspause am Mainufer sitzen, Pizza aus dem Karton essen und den Schiffen hinterherschauen.