100 Frankfurter Köpfe
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100 Fragen - viele Antworten
Caroline Jahns - Frankfurter Köpfe

Caroline Jahns

Ich bin ein charmanter klassischer Sopran mit sehr schönen Gesangsprogrammen und einer Leidenschaft für die Gattungen des 19. und 20. Jahrhunderts – der Berliner Operette, dem Deutschen Lied und der Mélodie Française. Die Vorliebe für das Französische liegt nicht zuletzt in den familiären Wurzeln meiner Muttersprache. Unsere Vorfahren hat es einst aus der Pariser Kommune in das belgische Exil und die heutige Hauptstadt Europas verschlagen. Oft fahre ich für Konzerte linksrheinisch, durch das romantische Rheintal, Richtung Brüssel. Geleitet von einer tiefen Faszination für die Schönheit von Stimmen arbeite ich außerdem als staatlich diplomierte Gesangs- und Stimmpädagogin.

Ihr erster Eindruck von Frankfurt damals?

Aufregend: hohe Häuser, charmante alte Viertel, viele Sprachen, gutes Essen, spannende Ausstellungen, ausgezeichnete Musiker!

Wie würden Sie Frankfurt heute beschreiben?

Die Aufregung hat sich etwas gelegt – Frankfurt ist viel kleiner, als es mich anfangs vermuten ließ. Das finde ich sehr liebenswert, was ich auch von seinen Bewohnern sagen kann. Frankfurt als finanzwirtschaftliches Zentrum der Republik und Sitz der EZB polarisiert. Diese Debatten kann man spannend finden.

Was ist Ihr Lieblingsplatz in Frankfurt?

Auf jeden Fall einer an der Sonne - mit gutem Kaffee und Kuchen oder einer Wiese drumrum (W-Lan wäre auch toll!).

Welches Lokal/Restaurant besuchen Sie am liebsten?

Das Ponte, Bidlabu, Riz, die Atschel, Café Siesmayer und Café Crumble, den Höchster Markt und die Kleinmarkthalle. Zum Weintrinken ist’s und bleibt’s der Weingarten.

Wo möchten Sie in Frankfurt wohnen?

Gerne würde ich den Alltag im Nordend kennenlernen. Beim Durchradeln finde ich es immer ganz hübsch.

Welche Leistungen Frankfurts bewundern Sie am meisten?

Den Mut, hoch zu bauen und die kulturellen Leuchttürme zu befeuern, das mannigfaltige bürgerliche Engagement, das sichtbare jüdische Erbe und die sommerliche Lebendigkeit. Besonderes Plus: die gute Erreichbarkeit zu Lande und zu Luft.

Welche Frankfurter Persönlichkeit bewundern Sie am meisten?

Robert Gernhardt, Marie d’Agoult, Ludwig Erhard, Paul Ehrlich, Hilmar Hoffmann und Ernst May

Wo waren Sie noch nie in Frankfurt? Wo möchten Sie unbedingt in Frankfurt einmal hingehen?

Den Tag der offenen Hochhäuser verpasse ich immer und außerdem habe ich es noch nie abends auf die Tanzpiste geschafft. Das beides möchte ich einmal machen.

Welchen Frankfurter würden Sie gerne einmal treffen und kennen lernen?

Drei: Patricia Tratnik, Thomas Rietschel und Andreas Schulz

Ihre Lieblingsbeschäftigung in Frankfurt?

Bei schönem Wetter wie viele andere an der Alten Oper umherschlendern. Und natürlich: In der Senckenberg'schen Stiftung mit Blick auf den Garten zu proben.