100 Frankfurter Köpfe
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100 Fragen - viele Antworten
Carlos Wulff - Frankfurter Köpfe

Carlos Wulff

Event-Fotograf. Von der Hard & Heavy Band im 200er Club über Strassenfeste, Großveranstaltungen bis zur ernsten Politik.

1976 aus südlichen Ländern nach Frankfurt eingewandert, 1983 nach Bornheim ausgewandert - und dort geblieben.

Ihr erster Eindruck von Frankfurt damals?

Grau in Grau.

Der Henninger Turm und das Fernmeldehochhaus waren die höchsten Gebäude.

Die Menschen auf der Zeil mussten Angst haben, nicht unter die Räder der Strassenbahn zu kommen.

Wie würden Sie Frankfurt heute beschreiben?

Meine Heimat, mein Mikrokosmos.

Modern, aufgeschlossen, tolerant und vielfältig.

Was ist Ihr Lieblingsplatz in Frankfurt?

Die obere Berger Strasse, wo dann und wann jemand ruft "Hey Carlos, wie geht's?".

Welches Lokal/Restaurant besuchen Sie am liebsten?

Zu den Locations, in denen ich einst begonnen habe, Batschkapp, Nachtleben, Sinkkasten, Die Halle, sowie zu den Menschen, die jeden Abend von Neuem alles geben, um das Publikum zu unterhalten, habe ich eine sehr emotionelle Bindung, da ich ihnen vieles zu verdanken habe.

Gerade weil ich immer seltener dort hinkomme, freue ich mich umso mehr, wenn ich wieder dort bin.

Wo möchten Sie in Frankfurt wohnen?

Meine Herzallerliebste und ich schwanken zwischen Ostend, Niederrad und Diplomatenviertel.

Welche Leistungen Frankfurts bewundern Sie am meisten?

Sicherlich ist die Schaffung einer optimalen Infrastruktur und der Bau vieler ansehnlicher Hochhäuser durchaus respektabel.

Das Wichtigste ist der Bewusstseinswandel, der seit meiner Einwanderung in puncto Weltoffenheit stattgefunden hat.

Welche Frankfurter Persönlichkeit bewundern Sie am meisten?

Es gibt mehrere Persönlichkeiten, die ich bewundere. Ich drücke dies über meine Bilder aus.

Wo waren Sie noch nie in Frankfurt? Wo möchten Sie unbedingt in Frankfurt einmal hingehen?

Es kommt darauf an, wie detailliert diese Frage zu verstehen ist. Grundsätzlich war ich schon überall.

In die nördlichen Stadtteile komme ich selten hin. Dort ist es, wie auf dem Lande. Kaum ein Auswärtiger würde sich auf Anhieb vorstellen können, dass sie Teil einer Metropole sind.

Welchen Frankfurter würden Sie gerne einmal treffen und kennen lernen?

Unsere Oberbürgermeisterin Petra Roth habe ich schon oft fotografiert. Wir kennen uns also im wahrsten Sinne vom Sehen.

Ihre Pflichten und meine Pflichten haben es bislang nicht zugelassen, dass wir ins Gespräch kommen konnten.

Früher oder später ergibt es sich bestimmt.

Ihre Lieblingsbeschäftigung in Frankfurt?

Knipsen. Wenige Zentimeter von der Action entfernt.